MENSCH. MUTTER. SCHRIFTSTELLERIN. KÜNSTLERIN.

Anna Herzig ist eine österreichisch-kanadische Schriftstellerin und wurde 1987 in Wien als Anna Franziska Gisela Herzig geboren.

Ihr Fokus zentriert sich auf Menschen, zwischenmenschliche Makel und Abgründe, besondere Momente und: Begegnungen, die sich einbrennen.

Die Schriftstellerin und Künstlerin forscht und schreibt nah am Leben.

Meist irgendwo in Europa, vermehrt interessiert an Frankreich und Nordamerika.

Anna Herzig schreibt, um zu unterscheiden: Zwischen dem was wahr ist und dem, was sich davon entfernt.

Sie lebt mit ihrer Familie in der Schweiz.

 

"Maginot, Juin et moi"

(Roman, in Arbeit)

 

"Franziska gewinnt"

(Januar 2025, Septime Verlag)

 

Inhalt:

Die alleinerziehende, erfolglose Wiener Schriftstellerin und Spiegelexpertin Franziska gewinnt ihren ersten, großen Preis. Gut so, denn es haben sich in zehn wenig fruchtbaren Kreativjahren nur Schulden und Angststörungen angehäuft. Doch Franziska hat ein Geheimnis: Ihr Gewinnertext "Das Seil" stammt nicht aus ihrer eigenen Feder. Also steigt der  Großvater höchstpersönlich aus dem Grab, um sich zu holen, was rechtmäßig seins ist: Franziska. 

Und dann sind da noch all die anderen, die ein Recht auf Franziskas Preisgeld anmelden und sie bedrohen, allen voran ihre eigene Familie.

Als Franziska jeden Kontakt zur Außenwelt einstellt und sich in ihrer kleinen 1- Zimmer -Wohnung verbarrikadiert, bemerkt sie plötzlich ein beharrliches Schluchzen, das aus dem Badezimmerspiegel zu kommen scheint.

Mit ihrem fünften Roman, "Franziska gewinnt",  lotet Anna Herzig menschliche Abgründe aus, die schmerzlich nachvollziehbar sind und ringt ebenso wie Franziska, um die Gnade alter Geister.

Anna Herzig versucht sich an einer Liebeserklärung über alles Erfahrene und allem, was noch zu erwarten ist


"12 Grad unter Null" (2023)

Die Dystopie einer Frau in einer Welt für und von Männern

Anna Herzig malt eine Zukunft, die ihre Grundlage im Jetzt findet:
Greta
 ist im sechsten Monat schwanger. Eigentlich ein Grund zur Freude, denn Greta und Henri haben lange Zeit versucht, Kinder zu bekommen. Nach einem romantischen Abend mit ihrem Bald-Ehemann flattert ein Anwaltsbrief ins Haus. Greta soll 16.000 € an ihn zurückbezahlen, die Kosten einer mehrmonatigen Kinderwunschbehandlung. Verzweifelt wendet sich Great an ihren Verlobten: Henri habe nicht die Absicht sich zu trennen, er wolle schlichtweg sein Geld zurück, auch wenn Greta das gemeinsame Baby in ihrem Bauch trägt. 14 Tage habe sie Zeit, ansonsten müsse Henri Klage einreichen. Greta wird konfrontiert: Mit Henris Kälte und Gleichgültigkeit. Mit dem Kapital, das ihr zur Verfügung steht. Mit ihrem zurückliegenden Leben und einer unsicheren Zukunft. Wie viele Jahre muss sie subtrahieren, um nicht bankrottzugehen?

Ein Verrat, dessen Geschmack kein neuer ist.
Als sich abzeichnet, dass Greta weder bei ihrem Verlobten noch bei der zukünftigen Schwiegermutter auf Verständnis stoßen wird, wendet sie sich hilfesuchend an ihre ältere Schwester. Die Schwester, die vom Vater drangsaliert wurde, während Greta das Goldkind war. Die Schwester, die ihre Wut an Greta ablassen musste, weil sie keinen anderen Umgang damit finden konnte. Nach und nach wird klar, in welch verstrickter Familiensituation die beiden aufwuchsen: der Vater als Sinnbild des Patriarchats. Die Mutter, die jeden Tag aufs Neue versuchte, ihren Ehemann nicht gegen sich oder die Töchter aufzubringen. Die Suppe darf niemals kalt werden. Alles muss perfekt sein. Aber was, wenn „perfekt“ nicht erreichbar ist? Wenn es „perfekt“ gar nicht gibt?

Zwischen Wut und Machtlosigkeit, Zerbrechlichkeit und Zorn: Helfen wir, wenn wir können?
Oder schließen wir die Augen?
 Gretas Schwester, die große, die „nicht-schwangere“ sagt ihr Hilfe zu. Doch wird sie ihr wirklich beistehen? Hat sie das Kindheitstrauma überwunden? Oder ist es Greta, die getriggert durch den Anwaltsbrief und die Härte, mit der Henri sie und ihre Beziehung behandelt, etwas tut, das sich nicht wieder umkehren lässt?
Anna Herzig
 schreibt über eine Gesellschaft, die Frauen eine Rolle aufzwingt, für die sie sie letzten Endes verachtet. Sie schreibt von der unerfüllbaren Rolle der Mutter. Von der Frage danach, wie weit wir gehen, um unsere Liebsten zu schützen. Und uns selbst.

 

  • ISBN 978<-3-7099-8192-4
  • ca. 160 Seiten, gebunden

 


Die dritte Hälfte eines Lebens (2022)

Zum Inhalt des Romans:
Krimmwing ist ein Dorf wie viele andere. Ein Dorf, das sehr genau beobachtet, bewertet und urteilt. Das aber auch gut ist im Wegsehen und Weghören. So haben es die schwer, die anders sind. Der Rathbauer etwa, der sich so gern schminkt allein vorm Spiegel. Der Steinlachner Seppi mit seiner dunklen Hautfarbe, zurückgelassen vom Vater, der kein Einheimischer war. Die junge Rosa, ledig und alleinerziehend. Oder die Liesl mit der körperlichen Auffälligkeit. Warum der Seppi letztlich mit einem Seil zum Apfelbaum auf den Kirschkernhügel gegangen ist, will im Nachhinein niemand geahnt haben. Doch Krimmwing ist auch ein Dorf, das nicht vergisst. Und als der Peter Dohringer nach vielen Jahren zurückkehrt, wird es unangenehm für einige in der Gemeinde.
Anna Herzig legt ein Romandebüt vor, das in eindrücklichen Szenen die Machtverhältnisse und Triebkräfte einer Dorfgesellschaft aufzeigt. Ihre scharfen Beobachtungen sind frei von Bewertung, sie stehen und wirken für sich. Nüchtern und schmucklos sind viele Sätze, die in ihrer Klarheit eine umso stärkere Wirkung entfalten. „Die dritte Hälfte eines Lebens“ ist ein Plädoyer dafür, gesellschaftliche Normen neu zu denken. „Sich dem Leben entgegenzustemmen, das muss einem liegen, sagt der Dohringer und die Liesl lächelt.“

 

Veröffentlichung: 02/2022, Otto Müller Verlag
Preis: € 22,-, Roman
ISBN: 978-3-7013-1293-1
132 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Herr Rudi (2020) 

 

 

Zwei Tage vor seiner Pensionierung bekommt der Herr Rudi die Diagnose Krebs, er denkt: Okay. Hat's ihn also auch erwischt. Sein Leben hat der Wiener Gerichtsvollzieher damit verbracht, der Livi hinterherzutrauern, erste und einzige Liebe. Die nach Zitrone-Orangen-Marmelade geschmeckt hat beim Küssen, und für deren Reanimation er sogar sein heißgeliebtes gelbes Curry stehen lassen würde. Aber da hilft alles nicht, die Livi ist tot, und das seit 40 Jahren. Seit 40 Jahren also sitzt ihr dämlicher Geist ihm auf der Schulter. Und jetzt haben wir das Schlamassel: Hexenschuss. Im Hotelzimmer in Salzburg mit einer Badewanne voller Blaubeeren. In der sind Dinge passiert.
Und eine Pistole liegt da auch noch, auf dem Nachtschrank.
Anna Herzig entfaltet die brutale Wucht der Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen, ohne dabei den hartnäckigen Charme des Lebens zu missachten. Die Geschichte eines lebenslangen Requiems auf die große Liebe und die Bedeutung von besten Freunden, erzählt in einer derben wie herzerwärmenden Manier.

 

Veröffentlichung: 02/2020, Voland & Quist

Buch18.00 EUR, Novelle
gebunden,144 Seiten
ISBN: 9783863912512

 

Sommernachtsreigen (2018)

Voller Empathie für ihre liebenswerten Protagonisten und mit ausgeprägtem Sinn für Situationskomik erzählt Anna Herzig von einer Begegnung, die das Leben dreier Menschen plötzlich auf null setzt. Es ist die Geschichte einer Nacht an der Haltestelle am Wiener Brunnenmarkt, mit Jägermeister im Flachmann, einem langen Gespräch, vielen verpassten Bussen – und einer großen Überraschung. Die Geschichte von zwei Männern, die am Ende weit mehr teilen, als wir uns anfangs auszumalen wagten. Es ist die Geschichte von Bertl und Pawel. Und Hannerl.

 

Veröffentlichung: 03/2018, Voland & Quist

Buch18.00 EUR, Novelle
gebunden, 176 Seiten
ISBN: 9783863912024

 

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